September 7

Wann wird Zocken gefährlich?

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Alles im grünen Bereich

Ab wann wird Zocken gefährlich?

Diese Frage ploppt immer wieder auf, seitdem dieses eine Spiel plötzlich da war, das Begeisterung und Aufmerksamkeit Deines Kindes in seinen Bann zieht und zum Hobby Nummer 1 geworden ist.

Lass uns gleich die erste wichtige Frage zu diesem Thema klären: welche Zeitspanne vorm digitalen Spiel sollte in welchem Alter nicht überschritten werden?

Als grober Leitfaden gelten dabei folgende Zeiten:

Kinder bis 4:

Keine virtuellen Spiele!

Kinder von 4-6:

Nicht länger als eine halbe Stunde und nicht ohne Deine Begleitung.

Schulkinder von 6-10 Jahre:

Nicht länger als 45 Minuten.

ab 10 Jahre bis ca. 13:

Nicht länger als 1 Stunde.

Teenager sind zunehmend selbst in der Lage, ihre Gaming-Zeit einzuteilen.

Bewegt sich das Gaming in einem gesunden Rahmen, kann es Vorteile haben, zum Beispiel:

  • die Förderung von lösungsorientiertem Denken (Strategien entwickeln)
  • die Verbesserung der Reaktionsfähigkeit
  • die Verstärkung der Kreativität

Daddeln kann für Dein Kind ein ganz normales Hobby sein, wie eine Sportart oder das Spielen eines Instruments.

Solange sich alles im grünen Bereich befindet.

Doch ab wann wird Zocken gefährlich?

Im Kern wird es dann gefährlich, wenn das Spiel, das bei Deinem Kind gerade aktuell ist, zum absoluten Lebensmittelpunkt wird.

Das bedeutet:

  • Vorher gern ausgeübte Hobbies werden uninteressant
  • Dein Kind kommt nicht von der Spielekonsole los
  • Wut/Frust wenn Dein Kind nicht weiterspielen darf
  • Entzugserscheinungen (Unruhe, Nervosität bis Zittern und Schweißausbrüche wenn Dein Kind nicht spielt)
  • Das Spiel ist Inhalt aller Gespräche und Aussagen

Nutze folgende Checkliste, um zu schauen, ob das Spielverhalten Deines Kindes ungesunde Züge annimmt:

  1. 1
    Dein Kind ist insgesamt unaufmerksamer geworden
  2. 2
    Hast Du den Eindruck, etwas in der realen Welt ist so unangenehm für Dein Kind, dass es davor fliehen möchte
  3. 3
    Dein Kind wirkt außerhalb des Gamings antriebslos
  4. 4
    Die Noten Deines Kindes haben sich auffällig verschlechtert
  5. 5
    Dein Kind verbringt zu viel Zeit vor dem Bildschirm
  6. 6
    Der Kontakt zu FreundInnen wird immer weniger außerhalb der Schule
  7. 7
    Du hast das Gefühl, die Spielzeiten Deines Kindes werden immer länger
  8. 8
    Du hast selbst weniger Kontakt zu Deinem Kind, es teilt sich Dir kaum noch mit
  9. 9
    Dein Kind möchte am liebsten gar nicht mehr raus gehen
  10. 10
    Dein Kind hat Einschlaf- oder Durchschlafprobleme

Wenn mehr als 5 dieser Fragen zutreffen, suche das Gespräch mit Deinem Kind.

Probiert anfangs, klare Regeln aufzustellen und diese gemeinsam heraus zu arbeiten und Kompromisse zu finden.

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So vermeidest Du, dass Dein Kind sich über aufgestellte Regeln hinwegsetzt und trotzdem einen Weg findet, „heimlich“ zu spielen.

Beziehe es aktiv in die Regelaufstellung mit ein.

Wann wird Zocken gefährlich: was Du tun kannst, um das digitale Spielverhalten Deines Kindes im grünen Bereich zu halten


Sinnvolle Regeln:

  • Eine klare Absprache bzgl. der Zeiten
  • Dein Go einzuholen für Spiele, sodass sie altersgerecht bleiben und Du einen Überblick hast
  • Keine kostenpflichtigen Aktionen

Macht gemeinsam Zeiten aus, in denen Du zusammen mit Deinem Kind über die Spiele schaust und Zugriff auf die Sicherheitseinstellungen hast.

Zeige Interesse an den Spielen, stelle Fragen dazu und guck auch immer mal wieder mit rüber.

Erkläre Deinem Kind, warum die Regeln wichtig sind und weshalb es Dir wichtig ist, in die Spiele mit einbezogen zu werden und Du gern wissen magst, womit Dein Kind seine Zeit verbringt.

Durch Verständnis und Interesse bleibt ihr so liebevoll miteinander im Kontakt und Du behältst den Überblick.

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Hast Du das Gefühl, das Spielverhalten ändert sich in eine negative Richtung, setze Dich mit Deinem Kind zusammen und schau, ob da vielleicht gerade etwas in der Realität ist, mit dem Dein Kind sich unwohl fühlt.

Zeige: „Ich bin für Dich da und Du kannst mit mir darüber sprechen. Wir finden gemeinsam eine Lösung.“

Sobald Dein Kind Interesse für digitale Spiele entwickelt, ist es sinnvoll, sich einmal selbst mit Gefahren (dubioser Abzocke), Sicherheitseinstellungen und spezifisch auch den Spielen auseinander zu setzen, die Dein Kind spielt.

Kläre Dein Kind darüber auf, was passieren kann und dass Du es über Regeln und Einstellungen schützen möchtest, sodass es sicher spielen kann.

Wann Zocken gefährlich wird: Verschiedene Ursachen

Ungesundes Spielverhalten ist nie die Ursache, sondern ein Symptom.

Das heißt: das unverhältnismäßige Abhängen in virtuellen Welten beginnt dann, wenn Dein Kind vor etwas fliehen möchte und sich in der Realität nicht mehr wohl fühlt.

Schnelle Belohnungen und ganz einfach und simpel nochmal von vorn anfangen können, wenn Dein Kind eine Aufgabe nicht schafft, geben ein gutes Gefühl, das von realen schlechten Gefühlen ablenkt.

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